Slime

Slime zählen seit ihrer Gründung 1979 nicht nur zu den dienstältesten deutschen Punk-Bands, sie sind auch eine der einflussreichsten. Mehrere Generationen wurden bereits durch ihre Musik und - vor allem - Texte geprägt. Alben wie „Alle gegen Alle“ oder „Schweineherbst“ gelten bis heute zweifellos als Klassiker des Genres. Konzerte der Hamburger sind eine Aneinanderreihung unzähliger Hits. Nachdem sich Slime und ihr alter Sänger vor zwei Jahren überraschend getrennt hatten, schien das Ende der Band besiegelt … wäre da nicht überraschenderweise der damals wohnungslose Berliner Straßensänger Tex Brasket aufgetaucht. Slime sind zurück! Und das mitreißend wie seit langem nicht mehr.

Jaya The Cat

Roots-Reggae, Ska, Punkrock: Die drei Hauptzutaten des Cocktails, den Jaya The Cat zusammenmischen, rufen normalerweise eher Bilder von sonnigen Stränden, der coolen Lockerheit Kaliforniens oder zumindest dem schwülen Dunst Floridas vor das geistige Auge. Umso erstaunlicher, dass die Band um Mastermind und Frontmann Geoff Lagadec und Schlagzeuger David Germain ihren Ursprung im klimatisch eher milden Boston hat. Dass Jaya The Cat sich hingegen 2003 die europäische Metropole Amsterdam als neues Hauptquartier aussuchen und ihre cremige Sound-Mische von dort aus auf bislang vier Alben an das Partyvolk bringen, passt so gut zusammen wie Piña Colada und karibische Sonne. Dabei sollte man allerdings nicht meinen, dass sich die Band allzu stark von dem zurückgelehnten Flair der holländischen Hauptstadt hat inspirieren lassen. Denn wer eine vergleichbar explosive, wandlungsfähige und dynamische Live-Band aus dem Skapunk-Sektor sucht, sollte eine Lupe im Gepäck haben – hunderte von Shows zwischen ausverkauften Headliner-Touren, Support-Slots für namhafte Bands und prestigeträchtigen Festivalauftritten sind Beweis genug für die musikalische Feuerkraft des Quartetts. Jaya The Cat zeigen sich nicht nur sommerlich smooth, sondern auch mit klarer Kante und politisch motiviert. Die wechselnden Anteile aus krachigem Punkrock, rootsigen Classic-Reggae-Licks und energetischem Ska ergänzen Lagadec und seine Partygemeinde um Versatzstücke aus Blues, Soul, Dub, Dancehall und HipHop. Hauptsache das Ergebnis ist laut, hat Drive und macht auf jeder Party eine gut groovende Figur. Mit ihrer stilistischen Vielgliedrigkeit schaffen es die Wahl-Holländer letztlich auch, ewige Nörgler und Genre-Puristen mindestens zum Mitwippen zu bewegen – wenn nicht sogar zum ausgelassenen Skanking oder Runden drehen im Pit.

Clowns

Räudig, catchy und extrem sympathisch. Dass es sich bei den Australiern von Clowns wohl um eine der besten Live-Bands des Planeten handelt, dürfte sich in den letzten Jahren szeneintern herumgesprochen haben. Und wir freuen uns eine unserer Lieblingsbands nach ihrem Geheimauftritt vor zwei Jahren erneut auf unserer Bühne begrüßen zu dürfen. Wer Punkrock hört und eine Affinität für Hardcore älterer Schule hat, kommt an den Jungs und dem Mädel definitiv nicht vorbei. Überzeugt euch selbst von ihrer Bühnenpräsenz in Kombination mit tonnenweise ohrwurmverdächtiger Melodien.

Hammerhead

Hammerhead sind Kult. Und wir freuen uns besonders, dass die Bonner Formation einen ihrer äußerst rar gesäten Auftritte in unserem fränkischen Outback bestreiten wird. Mit „Stay Where The Pepper Grows“ und dem „Weißen Album“ schufen sie 2 der bedeutendsten Platten der 90er Jahre im Dunstkreis zwischen Punkrock und Hardcore, welche besonders Live nichts von ihrer Intensität eingebüßt haben. Das wird der Hammer!

Poebel MC

Es ist Pöbel MC, Deutschraps amtierender Schachboxchampion, der nichtmal Boxen bräuchte, um den Laden auf links zu ziehen. Was in den feuchten Kellergemäuern autonomer Jugendzentren begann, hat nicht ohne Grund seinen Weg in ausverkaufte Konzertsäle von stattlicher Größe gefunden: wo der Pöbelmane sein Schellenesperanto zum Besten gibt und haltungsstabile Rhetorik mit athletischer Bühnenperformance fusioniert, ist »Pöbel Sports« mehr als eine vage Floskel.

No turning back

Wer auf klassischen New York Hardcore der 80er Jahre steht, kommt in unseren Breiten an den Niederländern von No Turning Back nicht vorbei. Bekannt für schweißtreibende Shows, hinterlassen sie bereits seit 1997 ihre Fußstapfen in der europäischen Szene. Immer mit dem Gaspedal auf Anschlag werden sie sicherlich auch bei uns bleibenden Eindruck hinterlassen.

The Movement

Wer The Movement schon einmal live auf der Bühne gesehen hat weiß, wie unglaublich charismatisch und mitreißend ihre Bühnenperformance und ihre im Soul verwurzelten punkbeeinflussten Songs sind! The Movement wurden bereits im Jahr 2002 in Kopenhagen von Lukas Scherfey ins Leben gerufen. Dieses three piece Powertrio spielen Mod Rock, und sie sind beeinflusst von solch großartigen Bands wie The Jam, The Who und The Clash. Ihre politischen Vorbilder sind Rosa Luxemburg und Karl Marx! Sie tragen Anzüge. Denn der Mod Slogan: Clean living under difficult circumstances“ ist ihr Motto. Ihr Name steht für eben diese Bewegung, The Movement! Die Band hat sich zum Ziel gesetzt, die Jugend wachzurütteln und alles zu hinterfragen. Es gibt eine neue Generation an Kids, die an politischen Fragen interessiert sind und die sich gegen die globalen Effekte des Kapitalismus und deren Mechanismen zur Ausbeutung, Kriegsführung und Unterdrückung wehren. Junge Leute suchen nach Wahrheit und Aufklärung in Zeiten der totalen Manipulation und Lügerei. The Movement widmet sich genau diesen Themen und unterstützt diese Bewegung!

Risk it

Wer auf modernen Hardcore mit Wut und Haltung steht braucht nicht unbedingt über den Großen Teich zu schielen. Risk It! aus Dresden haben sich durch massig Shows in den vergangenen Jahren einen Namen in der Szene gemacht wie kaum eine andere Band des Genres. Ein Nackenbrecher jagt bei ihnen den nächsten und ihr Auftritt wird wahrscheinlich auch auf unserem Rasen eine Spur der Verwüstung hinterlassen.

Rasta Knast

Schwedenpunk made in Germany! Rasta Knast stehen für energiegeladenen Punkrock mit einer großen Portion Melodie und einem Schuss Melancholie. Die Vorliebe für schwedische Alltime-Punk-Bands wie "Asta Kask", "Radioaktiva Räker" oder "Strebers" kann nicht verleugnet werden, was sich auch klar in ihrem Musikstil wiederspiegelt. Der Bandname Rasta Knast bezieht sich auch direkt auf die legendären "Asta Kask". Seit der Gründung 1997 sind sie durch zahlreiche Konzerte im In- und Ausland (u.a. Brasilien, Japan, England, Schweden, Norwegen, Estland, Spanien) über den gesamten Globus bekannt. Plattenveröffentlichungen in Japan, Brasilien und Schweden unterstreichen dies. Diese "Internationalität" ist auch zu hören. Die Band singt zwar meist in deutsch, doch auch Songs in schwedisch, portugiesisch und spanisch gehören zum Repertoire. Wir freuen uns die Band nun bereits zum dritten Mal bei uns begrüßen zu dürfen!

Akne Kid Joe

Akne Kid Joe sind eine Band, die wir am liebsten jedes Jahr am Start hätten. Und passiert ist seit ihrem letzten Besuch so einiges. Sie veröffentlichten via Kidnap Music ihr großartiges Debütalbum und spielten dutzende Konzerte – von Hinterland-AZ bis Großraumdiskothek. Live können sie vor allem eines: Mit dem Mittelfinger auf andere zeigen. 70% Wut, 20% Sarkasmus & 10% Pyrotechnik. Insgesamt macht das aber auch total Spaß und man kann mitgrölen, tanzen und am Ende auch mit seinem Mittelfinger auf andere zeigen.

The Offenders

„ There's a class of common people, of workers, across borders, beliefs, nationalities, colors and genders that stands for human rights in constant opposition to autocrats, bankers and corrupted politicians. There's a Class of Nations“. Mit diesem klaren Statement stellen The Offenders ihr bereits achtes Studio-Album vor. Mit leichter Hand beweisen The Offenders, dass sie mittlerweile weit mehr als eine Two-Tone Hooligan-Reggae Band sind, sondern sich über die Jahre authentisch und glaubwürdig Schritt für Schritt in Richtung Streetpunk geöffnet haben. Die Folk-Elemente runden das Gesamt-Paket perfekt ab und sorgen dadurch für einen frischen Abwechslungsreichtum! Wie in nahezu allen bisherigen fünfzehn Jahren der Band-Karriere, sind The Offenders nicht müde geworden klare, kritische Worte zur heutigen Gesellschaft und Politik, und deren manifestierten Ungerechtigkeiten zwischen und innerhalber derer zu äußern. Dort nehmen sie kein Blatt vor den Mund.

Acidez

Acidez sind eine mexikanische Streetpunk-Band und es gibt wohl keinen Iro-Träger, der ihrer Musik nicht frönt. Schnurgerader Chaospunk à la Casualties kompiniert mit metallischen Thrash-Anleihen. Ausdrucksvolle Songs, welche sich gegenseitig an Schnelligkeit und fetten Gitarrenriffs zu überbieten versuchen, vorgetragen von Herren mit meterhohen Iros und unglaublichen Nietensammlungen. Quasi beste Voraussetzungen um Oberkörperfrei und verschwitzt moshend vor der Bühne umher zu flitzen.

Messed Up

Messed Up sind vier junge Frauen aus der belarussischen Stadt Grodno nahe der polnischen und litauischen Grenzen. Das Quartett gründete sich 2015 mit dem Willen, der Lethargie seiner postsowjetischen Heimat zu entfliehen und den sozialen Erwartungen und Zwängen der eigenen Umgebung mit Selbstermächtigung und Kreativität entgegenzutreten. In der kleinen und oft von Repression und Unverständnis betroffenen weißrussischen Subkultur ist zumindest ein temporärer Ausbruch aus der Alltagsgesellschaft möglich, das Touren durch andere Städte und Nachbarländer erweitert den eigenen Horizont besser als Instagram und Vk.com. Schnell ist die Band in einer D.I.Y.-Szene zuhause, in der sich Bands, Veranstalter und Clubs gut kennen und oft am Rande der Legalität agieren müssen. Die russischen Texte der Band verfolgen soziale und politische Hotspots wie Rassismus, Homophobie oder gesellschaftliche Ignoranz – ohne Parolen aus einer persönlich-lyrischen Perspektive entwickelt. Sie lehnen ab ein konformistischer Teil der patriarchalen und unterdrückerischen Gesellschaft der ehemaligen UDSSR zu sein. Lauthals schreien sie heraus, was sie ablehnen und segeln damit weiter gegen den starken Wind des reaktionären Zeitgeists.

Dagger Threat

Dagger Threat sind eine Hardcore-Metal-Crossover Combo im Stil von Code Orange, Terror und Slipknot, welche sich aufmachen die europäische Hardcore-Szene aufzumischen. Dabei bewahren sich Dagger Threat ihren höchst eigenen Stil und erschaffen dadurch Live eine energiegeladene Stimmung, welche unser Zelt zur späten Stunde wahrscheinlich als Schlachtfeld zurück lassen wird.

Deluminator

Wer auf düsteren Hardcore mit Metal-Einschlag steht, wird Deluminator lieben! Live agieren sie dabei derart roh und ungeschliffen, dass sie am frühen Samstag-Abend unser Zelt mit ihrem Mix aus schnellen und mid-tempo Nummern wohl kaputtgrooven werden.

Fucking Angry

F*cking Angry sind die perfekte Symbiose aus lässiger Punkrock-Rebellion und hysterischer Hardcore-Wucht. Ihre Songs sind mehr und weniger melodisch, alle sind natürlich fucking angry, aber auch nicht immer bier-ernst gemeint. Sängerin Beckx besticht mit ihrer markant-fordernden Stimme und authentischen Texten auf Englisch und Deutsch, die keinen Zweifel an ihrer Ausrichtung lassen. Neben den Originalmitgliedern Chris, Gabo und Daniel ergänzt seit neuestem Punkrock-Urgestein Dominik (Canalterror, Molotow Soda, The Puke etc.) die Band.

Ghetto Justice

Vulgär, anmaßend und antifaschistisch, aber immer gut gelaunt. Ghetto Justice am Samstagabend auf der Zeltbühne. Abriss ist also garantiert!

Hartz Angels

Die Rapcrew Hartz Angels bringt die Quintessenz des faulen Lebens auf den Punkt: Pay TV & Dosenbier. Um vielmehr muss sich ihre Welt auch gar nicht drehen. Oder doch? Solange genug Geld für Bier da ist und die Flimmerkiste läuft, ist das Leben doch ausgezeichnet. Euch die Arbeit, uns das Vergnügen!

HC Baxxter

Trashiger Kirmestechno trifft Deutschpunk. Bereits im vorletzten Jahr bewies HC Baxxter mit seinem Überraschungsauftritt auf dem Zeltplatz, dass man politische Botschaften mit äußerst tanzbaren Elektro-Rythmen direkt ins Ohr hämmern kann. Im nächsten Jahr wird er nun als gebührenden Tagesabschluss unser Zelt in einen tanzenden und ravenden Mob verwandeln.

Hysterese

Endlich Hysterese bei uns am Bach! Mit ihren dichten melodischen Tracks, welche sich durch den mehrstimmigen, sich duellierenden Mann/Frau-Gesang auszeichnen, hauen die Tübinger wohl jeden Hörer beim ersten Mal aus den Socken. Mitreißend von der ersten Sekunde an!