Frittenbude

Mit ihrer lebenslustigen Rebellion kämpfen Frittenbude seit nunmehr 13 Jahren gegen die Erkenntnis an, dass das Leben nicht immer schön ist und dennoch zelebriert gehört. Widersprüchlich und immer fragend, süchtig nach Leben und der Sucht an sich, einvernehmlich unzufrieden mit den herrschenden Zuständen und dennoch latent glücklich. Das nun erscheinende Ergebnis dieser 13 Jahre und eines gemeinsamen Sommers im Studio heißt „Rote Sonne“ und ist ein Album, welches die angesprochenen Widersprüche der Band perfekt einfängt und wiedergibt: Mal kryptisch, mal plakativ ziehen sich die Texte des Sängers Johannes Rögner durch das stimmige aber experimentierfreudige Soundbild von Martin Steer und Jakob Häglsperger. Wut trifft auf Liebe, Sucht auf Klarheit und Aggression auf Lässigkeit. Denn zu wissen, dass man kämpfen muss, führt nicht automatisch zu Bitterkeit. Selten hat man dieses Lebensgefühl so deutlich gespürt wie auf ihrem neuen Album „Rote Sonne“. Aus den Jungs, die ihr erstes von inzwischen fünf Alben im eigenen Jugendzimmer produzierten, sich durch die Jugendzentren und Clubs des Landes spielten und sich immer lieber den Höhen und Tiefen statt der Monotonie hingegeben haben, ist eine Band geworden, die trotz des jahrelangen Hypes zu ihren Überzeugungen steht: DIY, Haltung beweisen und kein Applaus für Scheiße. Nicht gerade die schlechtesten Prinzipien in dieser Musikwelt.

Casualties

Musik wie eine akustische Tracht Prügel! Pure Aggression und Wut, jedoch gnadenlos mitreißend. Seit nunmehr 28 Jahren wüten die New Yorker Vorzeige Streetpunks Casualties nun schon landauf, landab und sind aus dem internationalen Punk-Kosmos seit Ewigkeiten nicht mehr wegzudenken. Anhand stets straighter Songstrukturen, bitterbösen Gesang und Mitgröhl-Chören kreierten sie im Laufe der Jahre unzählige Ohrwürmer, welche sicherlich auch vor unserer Bühne am Freitagabend mit erhobenener Faust vom ein oder anderen lauthals mitgeträllert werden.

Wisdom in Chains

Wisdom in Chains sind eine Band, welche durch die Wand bricht…Und das ohne anzuklopfen. Eine (vor allem Live!) explosive Mischung aus den Grundzutaten Oldschool-Hardcore, Metall, Oi! und Punkrock. Ohne prollig zu wirken kombinieren sie gekonnt schnelle Riffknaller mit punkigen Melodien und Gang-Vocals. Ein absolut mitreisendes Brett!

The go faster nuns

Es gibt Bands die bilden so etwas wie den kleinsten gemeinsamen Nenner unserer Team-Mitglieder und darüber hinaus – The Go Faster Nuns sind definitv so ein Act. Was haben wir uns gefreut als die Bamberger sich mit einem fulminanten Auftritt beim letztjährigen Rock im Wald Festival nach 10 Jahren Bandpause in der Stammbesetzung zurückmeldeten. Gegründet 1997 erlangten sie schnell den Status einer unberechenbaren und grandiosen Liveband. Und sie haben definitiv nichts davon eingebüßt in den letzten Jahren. Nach unzähligen Tourneen und Gigs im In- und Ausland, diversen Singles und drei Alben (Teenage Love Beats, Under Neon Light und In Traffic) entschied man sich im Herbst 2009, die Band vorerst auf Eis zu legen. Nach intensiven Gesprächen und Kneipenbesuchen Ende 2017 fassten die vier schließlich den Entschluss, den Betrieb wieder aufzunehmen. Knochen gerichtet, Saiten poliert, Augen auf und durch. Schon viel zu lang gab es keinen Sunshine Song, keine Peppermint Petty, kein On the Radio mehr auf der Bühne!

Get dead

In ihren mitreisenden Hymnen finden Get Dead die perfekte Formel um straighten und energischen Punkrock mit dreckigem und akustischem Folk zu verbinden. Rauhe und kraftvolle Klänge, umrahmt von authentischen und persönlichen Geschichten, welche besonders Live überzeugen. In den Vorabendstunden unseren Festivalfreitags werden die Jungs aus San Francisco für ein ganz besonders Feeling auf unserem Gelände sorgen, versprochen!

Not on Tour

Man muss sie also einfach mögen, die Senkrechtstarter aus Israel. Nachdem sie ihre Reise zu uns im letzten Jahr aus persönlichen Gründen absagen mussten, freuen wir uns ungemein sie in diesem Jahr nun endlich auf unserer Bühne begrüßen zu dürfen. Mit Not On Tour spielt eine eurer neuen Lieblingsbands beim diesjährigen Krach am Bach…is so! Eigentlich als Spaßprojekt gegründet als alle Freunde im Sommer 2008 mit ihren Bands auf Tour gingen, machten es sich die Tel-Aviver zur Aufgabe, selbst eine Band zu gründen. Blitzschnell wurden Songs geschrieben und Shows gebucht, um sich selbst und die Zurückgeblieben zu bespaßen, die ebenfalls “not on tour” waren. Blöderweise waren die zusammengewürfelten Songs garnicht mal so schlecht, die Shows liefen viel zu gut und irgendwie wollte man nach dem Sommer dann doch nicht so richtig aufhören. Zehn Jahre später gibt es Not On Tour immer noch und die Band ist, gegensätzlich zum Bandnamen, ständig unterwegs. Energetisch rasender Hochgeschwindigkeits-Punkrock trifft auf singbare Melodien mit hitlastigen Refrains, vorgetragen von einer stimmgewaltigen Sängerin. Besonders Live eine absolute Wucht.

Poebel mc & Milli Dance

Pöbel MC und Milli Dance (Waving the Guns) haben eine Platte zusammen gemacht. Eine gute Platte namens „Soli-Inkasso“, ein vielfältiger musikalischer Mix aus heiterem Punchline- Gekloppe, vehementer Antihaltung und Reflexion, getragen von atmosphärischen bis sportlich-hämmernden Beats, wie geschaffen für den Live-Gebrauch. Jeder der die beiden Rapper, ob einzeln oder gemeinsam, schon mal live erlebt hat, weiß, dass ihnen der Abriss eine Selbstverständlichkeit ist.

Kellerkommando

Widerstand zwecklos: Schnürt die Tanzschuhe und ölt die Kehlen – hier kommt Kellerkommando! Entzückend verrückt und verführerisch eingängig sind die Songs der Band. Pumpende Beats und moderne Synthiesounds paaren sich mit fetten Blechbläsern und Akkordeon. Ein herrliches Gebräu aus Urban, Elektro, Ska, Punk und Franconian Folk. Alles gipfelt in ansteckenden Mitsingrefrains, deren Melodien und Texte das Kellerkommando aus Omas und Opas Notenschatzkiste geklaut hat. Dancefloorkracher aus den letzten 250 Jahren. Und die funktionieren besser denn je: Live ist das Kellerkommando eine Wucht. Auf unzähligen kleinen und großen Festivals im In- und Ausland war die Band zu Gast und überall zeigt sich das gleiche Bild: Die Energie dieser einzigartigen und kraftvollen Musik steckt sogar diejenigen an, die eigentlich gar nicht zum Tanzen gekommen waren und sich plötzlich verwundert Augen, Ohren und Füße reiben. Und wenn dann die Kellerkommandöre irgendwann von dannen ziehen, hinterlassen sie glückliche Gesichter im Mondenschein, die sich singend in den Armen liegen.

Total Chaos

Total Chaos ist seit ihrer Gründung 1989 in Kalifornien eine der Bands, die nicht nur musikalisch von sich reden machen, sondern auch direkt mit Organisationen wie UVP (United Valley Punks), OCP (Orange County Peace Punks) oder AGC (Alternative Gathering Collective) und Aktionen wie Food Not Bombs und der Eröffnung des Los Angeles Anarchist Centers auf sich aufmerksam machen. Dazu gehört auch die Organisation von peace punk picnics, Protesten gegen den Golfkrieg und diverse andere Dinge. Damit und mit diversen Konzerten hat sich die Band schon einen guten Namen gemacht, ehe sie ’91 ihr erstes Demo und im folgenden Jahr die Single „Nightmares“ veröffentlicht. Im Sommer 1995 geht es zum ersten Mal nach Europa, wo sie ihre Tour bei den legendären Chaostagen in Hannover beenden. Der Rest ist Geschichte.Applaus für Scheiße. Nicht gerade die schlechtesten Prinzipien in dieser Musikwelt.

Empowerment

Zu Bohème für die Straße - zu Straße für den Club! Empowerment aus Stuttgart gehen ihren eigenen Weg und stehen für kompromisslosen Hardcore-Punk, der nicht nur aneckt, sondern mit Wut und Chuzpé die Grenzen des Genres angreift. Ihre Ablehnung gegenüber gängigen Mechanismen beginnt bei der Weigerung eigene Social Media Seiten zu betreiben und mündet im Album „Bengalo“, das mit Hypes kokettiert und mit brachialen Songs überzeugt. Musikalisch zeigen Empowerment Parallelen zu den New York Hardcore Pionieren Merauder in ihrer Masterkiller Ära aber lassen mit ihren rauen Shouts immer wieder aufhorchen. Dazu mischt sich noch etwas Anderes: Der Sprit von smarten Deutschpunk -Bands wie Slime. Und genau diese Mischung macht Empowerment zu einer unverzichtbaren Band, nicht nur für die Stuttgarter, sondern auch für die deutsche Musikszene.

Gray Noir

Gray Noir - Das dunkelste Grau kurz vor der vollkommenen Finsternis. Ein Gefühl der unterdrückten Wut kurz vor dem Zerbersten. Eine Bestandsaufnahme der Realität dieser Generation, hinter der bunten und belanglosen Oberflächlichkeit. Der Riss in der Fassade. Ein letztes Einatmen, bevor der letzte Lebensgeist entflieht. Mit ihrer ersten selbstbetitelten EP lieferten Gray Noir die rohe und impulsive Vertonung dieses fatalistischen Zeitgeistes. Angepisster Hardcore, der ein Weckruf sein will. Die Riffs pendeln zwischen Aggressivität und Verzweiflung, der Vocals sind nichts anderes als eine gnadenlose Dampfwalze. Keine offenen Fragen, keine Kompromisse. Ins Leben gerufen wurde das Projekt von Nico Webers (War From a Harlots Mouth, Ex-The Ocean), Christoph Deckert (Jennifer Rostock), dem Produzenten und Gitarristen Alex Adelhardt (Ghost City Recordings), Mickl Lapitz und Andi Sokolenko. Nach Monaten der Selbstfindung sind GRAY NOIR endlich bereit, ihre Wut auf die Bühnen der Republik und darüber hinaus zu tragen und wir freuen uns riesig sie auch bei uns begrüßen zu dürfen!

Slope

Dass harte Musik nicht nur aus schnellen Riffs und hämmernden Drums bestehen kann, bewiesen die Duisburger Slope eindrucksvoll mit ihrer - übertrieben guten- Platte „Losin‘ Grip“ im letzten Jahr und brachten damit den nötigen frischen Wind in die deutsche Hardcore Szene. Lässig funkiger Groove trifft auf 90ies Hardcore und wird so abwechslungs- und facettenreich dargeboten, dass kein Kopf still bleiben kann. Die Freude an der Musik ist den Jungs jede Sekunde anzumerken. Unsere Tentstage hat in den letzten Jahren wohl schon so manchen Abriss erlebt, wenn jedoch Slope am späten Samstagabend zum Tanze ins Zelt laden wird der Partyfaktor ein neues Höchstmaß erreichen!