Mandrax Queen

"No more Shrimps on Ice: Wie sich ein Koks-Kater anfühlt, Ende der 80er-Jahre, wenn du reich bist aber einsam? Wer nicht dabei war, weiß das nicht. Aber vielleicht gibt Homeboy von Mandrax Queen ein bisschen Aufschluss darüber. Den weißen Anzug zwar noch am Körper, aber ganz schief zugeknöpft. Keine Socken in den Slippern, aber Blasen an den Füßen – und du weißt, dass es das jetzt war mit den fetten Jahren und den Shrimps on Ice. Auf ihrem ersten Album hören sich Mandrax Queen melancholischer an als auf den bisher erschienenen EPs. Sehnsüchtig nach einer Zeit, die auch nicht besser war. Da schimmern große, glasklare Melodien, die sich hinter keiner ironischen Attitüde verstecken. Alle Angst vom Kitsch abgelegt. Eine sich selbst überholende, himmelblaue Gitarre gibt die Richtung vor. Und immer wieder sorgt ein großer Chorus dafür, dass sich jeder ein bisschen entlastet fühlt. Ja, Homeboy glitzert. Aber diese Platte ist mehr als ein sehnsüchtiges Zunicken in Richtung Stadion, denn sie verdankt ihren unermüdlichen Drive einer frischen Brise Wave. Das ist Musik zum Jetski fahren in dem weißen Anzug von letzter Nacht, um eine romantische Träne zu verdrücken. Aber nur weil man ein bisschen Möwenkot reinbekommen hat."